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PFAS Check

Written by: Daniel Herzog | Posted on:

PFAS-Freiheit garantieren: Strategien gegen die „Ewigkeitschemikalien“

Die Diskussion um PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) hat die Industrie erreicht. Was als Umweltproblem begann, ist durch das geplante EU-weite Beschränkungsverfahren zu einer existenziellen Frage für Produktdesign und Lieferketten geworden. Ob in Beschichtungen, Dichtungen oder Verpackungen – PFAS sind aufgrund ihrer wasser- und fettabweisenden Eigenschaften allgegenwärtig.

Doch wie weisen Unternehmen die „PFAS-Freiheit“ rechtssicher nach, wenn herkömmliche Zertifikate der Vorlieferanten oft nicht ausreichen?

  1. Neu im Labor: High-End-Screening mittels TGA-GC/MS

Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir unser Labor erweitert: Ab sofort bieten wir als eines der wenigen Ziviltechnikerbüros die direkte Kopplung von Thermogravimetrie und Gaschromatographie-Massenspektrometrie (TGA-GC/MS) an.

Dieses Verfahren ist ein „Gamechanger“ für den PFAS-Nachweis in Feststoffen und komplexen Matrizen. Während Standard-Labore oft nur aufwendige Extraktionsverfahren nutzen, erlaubt uns unsere neue Anlage ein direktes thermisches Screening:

Präzise Dekomposition: Wir heizen Materialproben kontrolliert auf. Fluorierte Polymere und PFAS-Additive zeigen dabei ein unverwechselbares thermisches Zerfallsmuster.

Echtzeit-Identifikation: Die entstehenden Gase werden sofort im Massenspektrometer identifiziert. Wir detektieren spezifische fluorierte Fragmente (Indikatoren), die auf eine Belastung hinweisen.

Schnelligkeit: Durch den Entfall langwieriger Probenvorbereitungen erhalten Sie deutlich schneller Ergebnisse über die grundsätzliche PFAS-Präsenz in Ihren Mustern.

  1. Der gesetzliche Hintergrund: Das drohende Verbot

Unter der REACH-Verordnung wird aktuell ein umfassendes Verbot von über 10.000 PFAS-Verbindungen vorbereitet.

Status: Die Konsultationsphasen laufen; mit ersten Verboten und strengen Übergangsfristen wird ab 2026/2027 gerechnet.

Herausforderung: PFAS finden sich oft in funktionellen Barrieren von Lebensmittelverpackungen oder als Verarbeitungshilfsmittel (Processing Aids) in Fluorpolymeren wie PTFE.

  1. Warum Dokumentation allein nicht reicht

Viele Unternehmen verlassen sich auf „Compliance Statements“ ihrer Lieferanten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass durch globale Lieferketten und unbeabsichtigte Verunreinigungen oft PFAS-Spuren in Produkten landen, die offiziell als „PFAS-frei“ deklariert wurden.

Ein ziviltechnisches Gutachten auf Basis unserer neuen Inhouse-Analytik bietet Ihnen:

Haftungsschutz: Nachweis der Sorgfaltspflicht gegenüber Behörden durch unabhängige Messwerte.

Marktzugang: Sicherstellung der Verkehrsfähigkeit Ihrer Produkte auch nach Inkrafttreten der REACH-Beschränkungen.

Vertrauen: Transparenz gegenüber Endkunden, die zunehmend kritisch auf Fluorchemie reagieren.

  1. Fazit: Proaktiv statt reaktiv handeln

Die Umstellung auf PFAS-freie Alternativen erfordert Zeit. Wer erst beim Inkrafttreten der Gesetze reagiert, riskiert Lieferstopps. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Materialien bereits heute mit unserer neuen TGA-GC/MS-Methodik zu screenen und PFAS-freie Alternativen analytisch zu verifizieren.

Planen Sie die Umstellung auf PFAS-freie Materialien oder benötigen Sie eine unabhängige Verifizierung Ihrer Bestandsartikel? Nutzen Sie unsere neue Laborkapazität für Ihre Sicherheit. Als staatlich befugte Ziviltechniker erstellen wir für Sie gerichtsfeste Prüfberichte und unterstützen Sie bei der Risikobewertung Ihrer Lieferkette.

Kanzlei:
Linzerstrasse 110
3002 Purkersdorf

Kontakt:
+43 699 141 80 200
kanzlei@zt-chemie.at

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